Liebe Kinder

Liebe Kinder,
es ist von Jahr zu Jahr das gleiche Problem.

Eure Eltern erweisen sich nicht als lernfähig und verweigern euch die schönsten Weihnachtsgeschenke, mit den ihr euch in bunten Farben die Macht über irgendwelche Welten aneignen könnt. Die Eltern sind in der heutigen Zeit ja wirklich sehr stark zurückgeblieben und schaffen es nicht einmal bis zu den leuchtenden Essstäbchen für ihr eigenes Heiligabendsushi.

Es ist hart, aber irgendwann müsst ihr lernen, wie es auch ohne Eltern geht. Am besten fängt ihr sofort damit an. Dazu habe ich auch eine großartige Idee. Ihr baut euch das verweigerte Lichtschwert einfach selbst. Ich habe es für euch ausprobiert.

Ihr blast einen ziemlich langen Luftballon ziemlich prall auf und zieht dessen Öffnung ganz schnell über eine passende kleine LED-Taschenlampe und schon zerteilt ihr in Windeseile den Wohnzimmerschrank und dirigiert eine Feuerwalze, die alles Böse in Schutt und Asche legt, insbesondere zum Fest die Klamottenersatzgeschenke der Großeltern.

Ich wünsche euch trotzdem ein total cool es Fest mit Grippe und so …

the famous Ali Gator

Was bringen die Bilder

Das Fernsehen hat vor allem bewegte Bilder zur Grundlage.

Immer dann, wenn es in der journalistischen Berichterstattung keine Bilder gibt, dann ist das Problem offensichtlich. Man kann in solchen Fällen lediglich einen Text sprechen lassen. Das geht aber nur bei ganz kurzen Texten, weil sonst die Aufmerksamkeit fehlt und sich jeder fragt, ob er nicht doch lieber Radio hören soll. Manchmal gibt es ein Standbild dazu. Wenn es beispielsweise um Impfungen und Drogenkonsum geht, zeigt man gern ein Standardbild mit einer Spritze im Oberarm. Solche Bilder haben allerdings keinen Informationswert und ihr Unterhaltungswert liegt mit den ständigen Wiederholungen unter Null: „Pass auf, gleich kommt wieder die Spritze!“ Viele Zuschauer sind von diesem immer wiederkehrenden Bild genervt. Manchmal zeigt man auch bewegte Bilder, die zur Nachricht hinzu komponiert worden sind. In diesen dunklen Wintertagen wird beispielsweise häufig über die Zunahme der Einbruchsdiebstähle berichtet. Dazu sieht man an einem ebenfalls dunklen Winterabend dunkle Schwarzweißbilder in denen maskierte Gestalten mit Einbruchswerkzeug sich an Türen und Fenstern zu schaffen machen. Es ist ja sehr unwahrscheinlich, dass zeitgleich im eigenen Häuschen so etwas passiert, aber irgendwie läuft einem dann doch ein Schauer über den Rücken. Offenbar sind auch solche Meldungsbegleitfilme eher kontraindiziert. Sie ergänzen die Meldung nicht, lenken sogar von ihr ab.

Es bleibt die Frage, was in den Redaktionen eigentlich so gemacht wird, um den Bürger zu informieren. Sie könnten solche Meldungen selbstverständlich auf den Secondscreen verschieben, der ja immer angeboten wird, wenn man zur Fußballübertragung zeitgleich auch noch Zusatzinformationen haben will oder eben auf das Radio verweisen. In vielen Fällen wird es auch angebracht sein, das öffentliche Informationsbedürfnis etwas geringer einzuschätzen.

App Gründe!

Es gibt ja viele nützliche Apps, diese kleinen Programmen, die unsere Fons mit neuen Möglichkeiten der Anwendung ausstatten. Viele Apps verschwinden wieder, weil die Idee ihre Entwickler doch nicht so sehr tragend war, oder weil die Entwickler einfach nur mal schnell Geld machen wollten. Und dann gibt es auch noch die schädlichen Apps, die uns vorrangig ausspionieren oder die Betriebssysteme ruinieren.

Apps, die an einer bösartigen Idee leiden, sind dagegen sehr selten. Eine solche App habe ich jetzt gefunden. Sie wird angepriesen als digitales Kommunikationsmedium zwischen Lehrern und Eltern, an dessen Entwicklung sogar Lehrer beteiligt gewesen sein sollen: School Fox.

Offenbar geht es im Fall der Nutzung dieser App ja jeweils um einen Schüler. Der kommt allerdings in der ganzen App nicht vor. Wer sein Kind oder seinen Schüler achtet und ihm zu einer gelungenen Entwicklung verhilft, wickelt die Kommunikation nach grundlegenden pädagogischen Standards mit weitestgehender Einbeziehung des Kindes ab. Die bisherige Unsitte, das Vertrauen zum Kind für überflüssig zu erklären und über dessen Kopf hinweg Zettel oder Mails auszutauschen, findet in so einer App ihre perfekte Finalisierung.

Ich sag es einmal anders: Wenn meine Kinder einen Lesebeweis für den Lehrer haben wollten – das ist ja beispielsweise bei schlechten Klassenarbeiten und Störungen im Unterricht bis heute so üblich – dann habe ich immer gesagt: „Sag dem Lehrer, dass ich das gesehen habe.“ Manchmal war allerdings der Druck aus der Schule so hoch, und das Mißtrauen der Lehrer so stark, dass selbst meine Kinder eine Unterschrift verlangten. Dann habe ich geschrieben: „Dein dich liebender Vater!“ – sonst nichts. Damit habe ich stets allerbeste Erfahrungen gemacht.

Wenn man etwas bewirken will, dann gilt allgemein, dass man vorrangig mit Menschen und nicht über sie redet. Eine Verpflichtung dazu besteht dann, wenn man für diese Person irgendeine besondere Verantwortung trägt.

Von der genannten App ist abzuraten, weil sie das Vertrauensverhältnis zu den Kindern untergräbt.

Jetzt habe ich ausgesorgt!

Es gibt – wie ich überall lese – so ein Handy, das über alle Maßen wertvoll ist.

Ich habe es in meinem Elektrofundus doch tatsächlich aufgespürt.

Edelmetalle und seltene Erden sollen auch drin sein. Das Design ist zeitlos elegant.

Bunte Bilder übermittelt man damit als in ein Telefongespräch integrierte Beschreibungen.

Die anderen Elektrodinger müssen dann wohl noch etwas ablagern.

nok

Wer braucht den Apotheker für die Gesundheit?

Die Apotheker mit Verkaufsladen kämpfen schon sehr lange um ihr lukratives Überleben. Die Läden sind im Laufe der Jahre zu Verkaufsstellen für allerlei unnütze Artikel geworden, die der Gesundheit zuträglich sein sollen, im besten Fall wirkungslos und trotzdem überteuert sind. Apotheken sind hauptsächlich Verkaufsstellen. Die Medikamente stehen für das Kerngeschäft, sind fast ausschließlich konfektioniert und brauchen auch nur selten den begleitenden fachlichen Rat eines Apothekers. Zu welcher Apotheke ich gehe, ist nahezu gleichgültig. Bis ins 3. Jahrtausend hinein erfolgte die Kundenbindung über zunehmend großartige Geschenke, vor allem zur Weihnachtszeit. Mehrpfündige Christstollen wechselten über die Theke. Als der Kunde argumentierte, der benachbarte Apotheker würde aber einen viel größeren Stollen geben, wurde diese spezielle Kundenbindung aufgegeben. Stattdessen sollte der Kunde dann unterschreiben, dass er auch der Meinung ist, dass der Apotheker in seinem Laden unverzichtbar ist und zum Wohl der ganzen Gesellschaft gerettet werden muss. Das war im Grund ein versuchter Missbrauch kranker Menschen für berufsständischen Interessen.

Der Apotheker meines Vertrauens ist ein freundlicher Mann. Aber mir würde es reichen, wenn im Bedarfsfall eine zentral positionierte Crew aus 3 Apothekern, die sich gegenseitig kontrollieren für die Ärzte und Patienten einer großen Stadt zuständig wären. Das entspricht dem geschätzten Bedarf an der echten, verbleibenden Apothekenarbeit. Das konfektionierte Medikamentengeschäft kann von vertrauenswürdigem und verantwortlichem Verkaufspersonal allein bewältigt werden, wie es ådie umstrittenen Onlineapotheken ja bereits vormachen.

Nun hat ein Bottroper Apotheker einen Millionengewinn dadurch generiert, dass er zu Lasten kranker Menschen und auch der Krankenkassen Krebsmedikamente erheblich verdünnt hat. Nach etlichen Jahren ist er verpetzt worden.

Dass so ein einsamer Apotheker im Hinterzimmer den Kontakt zur Welt verliert und Experimente am kranken Menschen steuert und gar dem Tod der Kranken gleichgültig gegenüber steht, während vorn die von den Krankenkassen vorausgesuchten Tabletten und die Hornhauthobel samt Heftpflaster verbucht werden und über die Theke gehen, klingt für mich so unwahrscheinlich nicht.christbaum


Nachtrag:
Jetzt fragt eine Apothekerin, mit welchen Informationen ich meine Phantasie auffülle.

Ich führe also an:

  • die Apothekenrundschau
  • eine große Medienvielfalt
  • Apothekenbesuche mit Gespräch

Das muss doch reichen.
Allein die Apothekenrundschau entlarvt das schauerliche Geschäft.

Ist die Milch zu billig?

Milch ist im Jahr 2016 preiswert wie nie zuvor.

Abseits aller Gründe will der schlaue Bauer plötzlich mehr Geld für seine Milch haben. Tierfreunde meinen gar, danach ginge es vor allem der Kuh besser. Das hat der Bauer aber nicht verdient und seine Kuh bleibt auf jeden Fall auf der Strecke.

Einfach nur so mehr Geld für die Milch zu zahlen, würde das Geld in der Wertschöpfungskette versickern lassen. Selbst wenn die Kuh mehr Geld erstritte, würde sie keine Freiheit von den Melkanlage erkaufen können. Je teurer die Milch, um so höher der Gewinn und um so höher der Wert der Kuh als Wirtschaftsgut.

Der Kuh würde auf Dauer die Einsicht der Konsumenten helfen, dass die Milch gar nicht so sehr gesund ist, wie sie angeboten wird. Die einzelne Kuh hätte aber auch davon nichts.

Die Kuh leidet unter ihrem Besitzer, der für seinen Lebensunterhalt, ohne Rücksicht auf die Nachfrage, auf Deuwelkommraus melkt, anstatt sich einen besseren Beruf zu suchen.

mil

Das gilt vor allem im Jahr 2016.
Mal sehen, wie es weiter geht. Wird der Landwirtschaftsminister die bäuerliche Landwirtschaft retten? Werden die Lebensmittelkonzerne durch kleine Preiskorrekturen ihre Billiglieferanten vor dem Bankrott retten? Werden die Bauern auf Hanf umsteigen oder die Wettflügmeisterschaften ausrichten und damit ein großes Publikum begeistern?

Und Sonntags zum Shoppen in die City …

Das für das sogenannte Shopping insgesamt verfügbare Geld ist endlich. Man gibt also insgesamt nicht mehr Geld aus, wenn man die verkaufsoffenen Sonntage nutzt.
Zusätzliche Öffnungszeiten bewirken zunächst, dass das Geld woanders abgezogen wird und in die Innenstädte wandert, die diese Sonntage zum kostspieligen Erlebnis ausgestalten. Der Verbraucher hat dort an Sonntagen meist nicht die Freude, entspannter zu shoppen.
Insgesamt haben wir wahrscheinlich mehr von geruhsamen Sonntagen, ohne dass der Einzelhandel dadurch einen Nachteil hat. Lediglich Geschäfte in Citylagen würden den dezentralen Läden des Alltags ein wenig an Umsatz nehmen und ganz pfiffige Städte würden den Nachbarstädten das Geld der Kunden abgraben.

gru