Die Schlacht des Todenhöfers

Im Krieg haben seit ewigen Zeiten die widerstreitenden Kombattanten Recht, obwohl ihre Sichtweisen nicht miteinander vereinbar sind. In ihrem unheiligen Aufeinandertreffen erzeugen sie von jeher Leid und Ungerechtigkeit. In den letzten Jahren kommt erschwerend hinzu, dass Herr Todenhöfer auch immer noch Recht hat uns jede Gelegenheit nutzt, seine Position journalistisch einzuspeisen..

Dabei ist es immer schon vergeblich und deshalb müßig, daran zu arbeiten, wer denn nun wirklich Recht hat, um sich auf seine Seite schlagen zu können. Das würde den Krieg nicht einfacher machen. Es wird jedoch trotzdem immer wieder versucht und es macht den Krieg tatsächlich nicht einfacher. Herr Todenhöfer liefert dazu gern die Munition, dem einen etwas mehr, dem anderen weniger.

Es steht aus, dort die Friedenspraxis öffentlich aufzunehmen und zu fördern, wo sie bereits existiert. Das hat beispielsweise zwischen Deutschen und Franzosen beispielhaft geklappt und es hat zu einem generell neuen Selbstverständnis im Umgang miteinander geführt. Begegnungen zwischen Juden und Palästinensern haben ebenfalls eine friedfertige Tradition..

Die selbstgefällige Naivität des Herrn Todenhöfer regt bisher kaum Nachdenklichkeiten an. Seine Stücke aus dem Tollhaus werden immer nur als Waffen der Kombattanten instrumentalisiert, mehr Recht zu haben als die anderen..

Friedfertigkeit ist zwischen Juden und Palästinensern in der aktuellen Kriegssituation wohl besser ohne die Todenhöferschen Verschärfungen möglich.

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