{"id":6621,"date":"2024-01-22T18:40:24","date_gmt":"2024-01-22T17:40:24","guid":{"rendered":"http:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=6621"},"modified":"2024-01-22T18:40:27","modified_gmt":"2024-01-22T17:40:27","slug":"buergerrat-fordert-kostenloses-gutes-essen-fuer-alle-schulkinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=6621","title":{"rendered":"B\u00fcrgerrat fordert kostenloses gutes Essen f\u00fcr alle Schulkinder"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erstmalig eingerichteter B\u00fcrgerrat hat das Thema \u201eErn\u00e4hrung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben\u201c. Und nun liegen die Ergebnisse \u00f6ffentlich vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der B\u00fcrgerrat spricht mangels Tradition so eines Gremiums zur Erg\u00e4nzung der parlamentarischen Willensbildung als eine Art Seele des Volkes und liefert damit dann auch ein\u00a0 volkst\u00fcmliches Ergebnis. So, wie die Bauern in dieser Zeit als \u00dcberzeugungsvehikel die Kraft der Treckermotoren einsetzen, so setzt der B\u00fcrgerrat im Ergebnis auf den \u201egesunden Menschenverstand\u201c, der auf kollektiven Hunger mit Speisung reagiert. Politik m\u00fcsste intelligenter reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die immer wieder beklagte \u201eKinderarmut\u201c eine Armut der Familien dieser Kinder ist und ein Abbild sozialer Ungerechtigkeit, wird gern \u00fcbergangen. Kindern zu helfen ist Ehrensache. Aber damit direkt auch noch die soziale Lage geradebiegen, das will man dann doch nicht. Man f\u00fchrt die amerikanische Geschichte vom Selfmademan ins Feld, der k\u00f6nne, wenn er wolle f\u00fcr sich und dann auch noch f\u00fcr Frau und Kinder. Sie sind also selbst schuld &#8211; diese armen Leute! &#8211; Nur den endg\u00fcltig Abgeh\u00e4ngten hilft man dann in N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die historisch ver\u00e4nderte Familie hat einiges beibehalten. Sie ist nicht nur eine \u00fcberschaubare Wirtschaftsgemeinschaft, sondern zugleich eine soziale Gemeinschaft mit intensiver Zugeh\u00f6rigkeit. Alle Wechself\u00e4lle des Lebens haben ihren Widerhall im Beziehungsgeflecht der Familie mit allen Betroffenheiten und Ereignissen des Gl\u00fccks, des Leids und den damit verbundenen Selbstheilungskr\u00e4ften der Familie. In der Anerkennung dessen sind eine Familienpolitik, ein Familienministerium und eine b\u00fcrokratische Vielfalt entstanden, die insbesondere auch den Kindern zugute kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahren sind nun aber die hilfebed\u00fcrftigen Familien symptomatisch an \u201eTafeln\u201c weitergerecht worden, weil das B\u00fcrgergeld nicht einmal dem rechnerisch und rechtlich feststehenden Existenzminimum gerecht wird. Das B\u00fcrgergeld allein l\u00e4sst die betroffenen Menschen hungrig und auch sonst defizit\u00e4r zur\u00fcck. Die Kinder sind davon besonders betroffen, weil die Familien ihre Kinder nur unzureichend vor der \u00dcbermacht der Armutseinbr\u00fcche sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das familienbezogene Elend spiegelt sich selbstverst\u00e4ndlich in den au\u00dferschulischen Kontakten der Kinder. Mangelnde Bildung, Begrenzungen im Sprachgebrauch, Hunger und Angst sind also auch in der Schule allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anstatt die Familien und damit auch deren Kinder angemessen zu f\u00f6rdern, macht man, was der traditionell gehobene Helfer schon lange so macht. Er sorgt f\u00fcr ein wohlern\u00e4hrtes Kind und l\u00e4sst dessen Familie au\u00dferhalb der Betrachtung. Man kann sogar sagen, die dem Reichtum etwas n\u00e4heren Helfer springen f\u00fcr die Familie in die Sorge um deren Kinder ein. Ehrlich betrachtet ist das ein kalter Entzug eines wichtigen Teils des Sorgerechts verbunden mit der Idee, mit gurkenbelegten Erlebnisbr\u00f6tchen k\u00f6nne man zeigen, dass die Eltern immer alles nur falsch machen. W\u00fcrde man das Elternrecht so ernst nehmen, wie es der Gesetzgeber verlangt, w\u00fcrde die Ern\u00e4hrung nicht zur optimierten Schulspeisung, sondern zu einem Familiengericht, bei dem alle auf ihre Kosten kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So, wie die Tafeln dem Staat erlauben, bei der gesetzlich verpflichtenden Versorgung der Hilfebed\u00fcrftigen zu sparen und den Rechtsanspruch durch Samaritergaben zu ersetzen, sollen jetzt die Kinder erfahren, was gesundes Essen ist, das es es dann exklusiv in der Schule gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig w\u00e4re es dagegen, die Familien zu bef\u00e4higen, ihre Versorgung mit Essen wieder selbst in die Hand zu nehmen. Dazu kann man auch eine Menge entwickeln und \u00fcbergangsweise sogar auf die Tradition der Butterbrote zur\u00fcckgreifen, die \u00fcber Generationen Arbeitnehmer und auch Sch\u00fcler ern\u00e4hrt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein erstmalig eingerichteter B\u00fcrgerrat hat das Thema \u201eErn\u00e4hrung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben\u201c. Und nun liegen die Ergebnisse \u00f6ffentlich vor. Der B\u00fcrgerrat spricht mangels Tradition so eines Gremiums zur Erg\u00e4nzung der parlamentarischen Willensbildung als eine Art Seele des Volkes und liefert damit dann auch ein\u00a0 volkst\u00fcmliches Ergebnis. 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