{"id":5355,"date":"2019-03-27T19:05:26","date_gmt":"2019-03-27T18:05:26","guid":{"rendered":"http:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=5355"},"modified":"2019-03-27T19:05:33","modified_gmt":"2019-03-27T18:05:33","slug":"das-urheberrecht-fuehrt-unweigerlich-zum-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=5355","title":{"rendered":"Das Urheberrecht f\u00fchrt unweigerlich zum Geld"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5356\" data-permalink=\"https:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?attachment_id=5356\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?fit=1086%2C724&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1086,724\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?fit=300%2C200&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?fit=525%2C350&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?fit=525%2C350\" alt=\"\" class=\"wp-image-5356\" width=\"292\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?w=1086&amp;ssl=1 1086w, https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/snowdenart.zwergwerk.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/UNADJUSTEDRAW_thumb_29a8.jpeg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><figcaption>No saben el camino<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Urheberrecht und \u00e4hnliche Schutzrechte und die damit gesch\u00fctzter Produkten sind ein Hebel, um Geld anders zu verteilen. Ob es damit gerechter verteilt wird, ist damit noch nicht gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit jeher wird gehandelt. Man gibt seine Arbeitskraft ab und bekommt daf\u00fcr Geld. Das, was erarbeitet wurde, ein Brot oder ein Auto, wird auch wieder gegen Geld verkauft. Das Geld sammelt sich hier um dort und macht das Leben meist einfacher. Ob das Geld als Lohn gerecht ist, war noch nie unumstritten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Karl Marx arbeitete die Idee aus, dass der Arbeiter letztlich auch im k\u00e4uflichen Produkt steckt, das er miterarbeitet hat, obwohl es f\u00fcr ihn so fremd gehandelt wird, wie alle anderen Produkte auch. Der Arbeiter k\u00f6nnte ja auch so eine Art Urheberrecht haben, das ihm auch weiterhin Einnahmen an dem von ihm mitgeschaffenen Produkt sichert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das geltende Urheberrecht wurde deshalb eine fragw\u00fcrdige erhebliche Sch\u00f6pfungsh\u00f6he erfunden, die erf\u00fcllt sein muss, damit der Mensch auf ewig mit seinem Produkt verbunden bleibt und mitbestimmen kann, wer gegen welche Bezahlung damit wie umgehen kann. Man hat also einfach das geistige Eigentum vom Eigentum an sich abgeschnitten, um es anders zu behandeln. Dabei gilt auch f\u00fcr Musik, Literatur, Kunstobjekte und Erfindungen, dass sie, wie andere Produkte auch, gegen Geld an den Menschen gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Zeiten grenzenloser Reproduzierbarkeit wird allerdings die Reproduktion nicht mehr als kostenlose Werbung f\u00fcr den Urheber verstanden, sondern als Einnahmequelle. W\u00e4hrend der Pianist fr\u00fcher f\u00fcr ein Konzert bezahlt wurde, sind es heute au\u00dferdem die Tonaufnahmen dieses Konzerts und andere m\u00fchelos reproduzierbare Medien. An solchen Tonaufnahmen sind weiterhin Aufnahmespezialisten, ein Tonstudio, Werbefachleute, viele Vertriebskan\u00e4le und anderes mehr beteiligt. Es gibt f\u00fcr den K\u00fcnstler im Reproduktionskontext heutzutage im allgemeinen einen Vertrag einer meist gro\u00dfen Produktionsfirma, die sich aus einem haupts\u00e4chlich gesch\u00e4ftlichen Interesse heraus um alles k\u00fcmmert und auch bezahlt werden will. Die Firma produziert also einen verkaufstr\u00e4chtigen Rahmen f\u00fcr den Pianisten. Verlage organisieren sich wie die Musikproduzenten ebenfalls als Mitverdiener. Und im \u00dcberbau der ganzen Branche gibt es die monopolistisch agierenden Rechteverwertungsgesellschaften wie GEMA und VG Wort, die dar\u00fcber wachen, dass bei jeder Nutzung gesch\u00fctzter Werke das Geld flie\u00dft und nach einem Schl\u00fcssel verteilt wird. Seit langem wei\u00df man, dass im gesamten \u00dcberbau der eigentliche Rechteinhaber an Bedeutung verliert. Er wird allerdings mit Tantiemen bei Laune gehalten, nachdem der Eigenbedarf des \u00dcberbaus bereits abger\u00e4umt worden ist. Man kann dem traditionell armen K\u00fcnstler zurufen, dass das besser als nichts ist. Viele K\u00fcnstler sind mittlerweile bereit, den Weg zur\u00fcck zu gehen. Sie stellen ihre Produkte zur freien Verf\u00fcgung oder lassen den Konsumenten entscheiden, was sie bereit sind, f\u00fcr eine Musik oder einen Text zu zahlen. Sie leben derweil haupts\u00e4chlich von \u00f6ffentlichen Auftritten gegen Bezahlung und unterscheiden sich nicht mehr so sehr vom Handwerker, der sein Arbeitsergebnisse auch nicht bis zum Lebensende als sein Werk vermarktet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn nun von der Europ\u00e4ischen Union im M\u00e4rz 2019 das Urherberrecht gegen gro\u00dfen Widerstand an die digitale Welt angepasst wurde, dann ist dabei in der Hauptsache das Interesse an viel Geld im Spiel, von dem die K\u00fcnstler und andere Urheber traditionell den kleinen Teil bekommen. Daran \u00e4ndert sich auch mit der neuen gesetzlichen Verpflichtung der Medienkonzerne, f\u00fcr gesch\u00fctzte Werke zu zahlen, oder sie auszuschlie\u00dfen, nichts. Den Verlagen, Produktions- und Verwertungsgesellschaften w\u00e4re damit gedient, wenn die Internetgiganten YouTube, Instagram, Facebook usw. ihren Usern alles m\u00f6gliche durchgehen lassen und daf\u00fcr ordentlich Geld abdr\u00fccken, um das System der Verwertungsgewinnler reich zu machen. Die Internetgiganten ihrerseits werden sich fragen, ob sie zum eigenen Wohl auf solche Zahlungen verzichten und deshalb stattdessen lieber die User aussortieren, die gesch\u00fctze Medien oder auch kleinste Teile davon hochladen wollen. Das werden sie, allein wegen der un\u00fcberschaubaren Menge, mit Uploadfiltern machen, die nach einem Algorithmus das Angebot sauber schie\u00dfen und weitgehend uninteressant machen. Auch gesch\u00fctzte Schnipsel in einer satirischen Verarbeitung w\u00fcrden solche Filter nicht passieren, selbst wenn es dazu keine Rechtsgrundlage gibt. Eine kulturelle Verarmung w\u00e4re die Folge. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Internetgiganten alle gleich reagieren oder sich einen Konkurrenzvorteil davon versprechen, wenn sie zahlen anstatt zu filtern. Man liest gerade, YouTube w\u00fcrde sich unter diesen Bedingungen gleich selbst einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir kommt das alles so vor, als ob mit Hilfe politischer Entscheidungen ohnehin reiche Gewinnler das gro\u00dfe Rad drehen, um die soziale Ungleichheit in der Welt auf die Spitze zu treiben, indem sie mit Recht, aber r\u00fccksichtslos ihre Taschen f\u00fcllen, w\u00e4hrend der Rest der Welt verarmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urheber agieren selbst am Markt, an dem tats\u00e4chlich auch Geld zu verdienen ist. Wenn man mit politischer Absicht die kulturelle Vielfalt vertiefen und verbreitern will, dann sollte man K\u00fcnstler f\u00f6rdern. Dazu gibt es viele M\u00f6glichkeiten. Das System der urheberrechtlichen Geldgenerierung ist dazu ungeeignet und es zwingt den Werkt\u00e4tigen der einfach so seine Arbeit auf nimmerwiedersehen aus der Hand gibt in eine Ungleichbehandlung. F\u00fcr meinen Geschmack k\u00f6nnte es sogar notwendig werden, dass man die alte Raubkopie entkriminalisiert und zur neuen Werbung umdeutet und damit seinen Lieblingsk\u00fcnstler feiert und ehrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Urheberrecht und \u00e4hnliche Schutzrechte und die damit gesch\u00fctzter Produkten sind ein Hebel, um Geld anders zu verteilen. Ob es damit gerechter verteilt wird, ist damit noch nicht gesagt. Seit jeher wird gehandelt. Man gibt seine Arbeitskraft ab und bekommt daf\u00fcr Geld. 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