{"id":2258,"date":"2015-09-10T19:18:57","date_gmt":"2015-09-10T17:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=2258"},"modified":"2015-09-10T19:50:28","modified_gmt":"2015-09-10T17:50:28","slug":"zur-arroganz-der-antinazis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=2258","title":{"rendered":"Zur Arroganz der Antinazis"},"content":{"rendered":"<p>Wir wollen uns nichts vormachen, die Ansichten des Nationalsozialismus kommen in letzter Zeit an die Oberfl\u00e4che. Rassistisch ausgerichtete Angriffe auf Menschen und Kulturen haben Konjunktur.<\/p>\n<p>Der Nationalsozialismus und seine diversen Erscheinungsformen wurden f\u00fcr lange Zeit und in der Folge der Erfahrungen mit ihm, gerade in Deutschland ge\u00e4chtet. Diese Zeit scheint nun vorbei zu sein. Politiker zaudern in der Fl\u00fcchtlingspolitik, schieben notleidende Menschen in verschiedene Kategorien, schieben sie ab aber sehen unt\u00e4tig zu, wie sie sich \u00fcber Meere und Grenzen qu\u00e4len. Sie suggerieren den offenen und versteckten Rassisten, sie k\u00e4men Volkswillen immer n\u00e4her und k\u00f6nnten ihn auch bald \u00fcbernehmen.<br \/>\nDie offenen Rassisten waren immer schon ein Problem. Sie wurden aber wenig beachtet und konnten deshalb \u00e4u\u00dferst wirksam Anschl\u00e4ge ver\u00fcben. Die versteckten Rassisten waren dagegen derart im Mainstream eingewickelt, dass sie farblos in Erscheinung traten. Erst jetzt treten sie massenweise in Erscheinung und er\u00f6ffnen ihre Position bekanntlich mit dem Satz: \u201eIch habe ja nichts gegen Ausl\u00e4nder, aber \u2026\u201c &#8211; und schlie\u00dfen eine Relativierung an, die in ihrer Einschr\u00e4nkung rassistisch ist.<br \/>\nOb nun diese oder jene Rassisten Intelligent, dumm oder nur schlau sind, ist damit noch nicht gesagt.<br \/>\nDiejenigen, die der rassistischen Position widersprechen, zeigen in der letzten Zeit sehr viel Einsilbigkeit. Offenbar sind sie \u00fcberrascht und noch unge\u00fcbt. Es etabliert sich so ein Muster, nach dem Rassisten alle dumm sein sollen, deshalb zum Schweigen aufgefordert werden und nicht l\u00e4nger als Gespr\u00e4chspartner geduldet werden. Solche Gespr\u00e4chspartner sind in den sozialen Netzen seltsamerweise Freunde (Facebook) oder sonstwas. Nun ist es aber so, dass gerade der Nationalsozialismus traditionell davon lebt, das abgeh\u00e4ngte Proletariat um sich zu scharen. Die m\u00f6gen zwar pauschal ungebildet sein und ohne angemessene Intelligenzf\u00f6rderung gro\u00df geworden sein, sie als dumm auszusortieren und vollends ins Prekariat zu schieben, ist allerdings eine arrogante L\u00f6sung, die Bedingungsfaktoren unbeachtet l\u00e4sst und an eine Hilfe nicht denken will. Bei der Gruppe der bisher verdeckten Rassisten ist die Situation nicht viel anders. Sie sind zwar soweit gebildet, dass sie sich an gesellschaftlichen Themen beteiligen, pflegen aber den urkonservativen Ansatz, jede Innovation au\u00dfen vor zu lassen, um die Harmonie auf dem Traumschiff nicht in Unordnung zu bringen. Ihnen fehlen viele Voraussetzungen, um neuen Situationen begegnen zu k\u00f6nnen, haben es aber bisher nie merken k\u00f6nnen. Bei ihren Fernreisen war ihnen der ziemlich dunkelh\u00e4utige Mensch nie gef\u00e4hrlich. Es ist auch diesen bisher versteckten Rassisten gegen\u00fcber arrogant, sie als dumm zu deklarieren, obwohl sie ja bei guter Anlage so sehr mainstreamdumm sind, dass sich nach politischen und wirtschaftlichen Anspr\u00fcchen bisher m\u00fchelos steuern lie\u00dfe. Wenn solche Leute sich nun im Bekanntenkreis als Rassisten outen, oder Wutb\u00fcrger nennen, dann stellt sich zuerst die Frage, warum wir das nicht fr\u00fcher gemerkt haben. Die richtigen Fragen h\u00e4tten das bestimmt ans Tageslicht gebracht. Diese Menschen jetzt mit allen Varianten zu entfreunden ist ebenfalls arrogant und scheinheilig dazu.<br \/>\nF\u00fcr einen gesellschaftlichen Dialog, auch zu den Themen Nationalsozialismus und Rassismus, ist es nicht hilfreich, dass nur diejenigen zum Gespr\u00e4ch \u00fcbrig bleiben, die eh eine Meinung teilen. Sie haben ja nichts mehr zu besprechen. Man muss also auch das Gespr\u00e4ch mit denen pflegen, die ziemlich weit von uns weg sind. Wie soll der Dialog mit Fl\u00fcchtlingen denn gelingen, die Frau Merkel \u00fcber alles verehren und f\u00fcr unsere Vorgesetzte halten, wenn wir dem bisher gut gelittenen Nachbarn die kalte Schulter zeigen, weil er angst vor Fl\u00fcchtlingen hat.<br \/>\nZudem ist es gerade beliebt, dass sich Institutionen \u201egegen dumme Nazis\u201c bereitfinden, eine Werbekampagne in eigener Sache aufzuziehen und damit diesen ganzen Hype viel mehr f\u00fcr sich instrumentalisieren, als es uns allen liebe sein kann.<\/p>\n<p>Ohne Aufsehen an einem Ort mit Rassisten und am anderen Ort mit Fl\u00fcchtlingen zu sprechen ist das, was bestimmt helfen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ach ja, die Arroganz ist an sich eine gute Eigenschaft, wenn sie sich nicht zur Unangreifbarkeit versteigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wollen uns nichts vormachen, die Ansichten des Nationalsozialismus kommen in letzter Zeit an die Oberfl\u00e4che. 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