{"id":1767,"date":"2015-04-13T21:42:13","date_gmt":"2015-04-13T19:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=1767"},"modified":"2015-04-13T21:42:13","modified_gmt":"2015-04-13T19:42:13","slug":"frau-merkel-skandalisiert-sich-nun-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snowdenart.zwergwerk.eu\/?p=1767","title":{"rendered":"Frau Merkel skandalisiert sich nun selbst"},"content":{"rendered":"<p>Sie will direkt mit dem B\u00fcrger sprechen und \u00fcbergeht damit die Volksvertreter.<\/p>\n<p>Die Regierung sucht also jetzt den <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-04\/buergerdialog-merkel-gabriel\" target=\"_blank\">Dialog mit dem B\u00fcrger<\/a>. Die Kanzlerin Merkel betont heute, dass man dem B\u00fcrger ohne Filter zuh\u00f6ren wolle um zu erfahren, was er will. Sie k\u00fcndigt aber auch an, dass man das alles auch fachgerecht verrechnen muss, damit die Eindr\u00fccke handhabbar werden. Die Besonderheit des Dialogs, n\u00e4mlich die Wechselseitigkeit, wird dabei umgedeutet, weil es offenbar ja gar nicht darum geht, was die Regierung den B\u00fcrgern zu sagen h\u00e4tte.<br \/>\nEntweder will die Bundesregierung das Parlament entmachten, denn dort sitzen doch, wie in der Verfassung vorgesehen, die Volksvertreter, oder aber der Regierung und dem Parlament ist es ganz egal, was die B\u00fcrger denken. Deshalb bastelt man sich mit empirischen Verfahren den neuen Modalb\u00fcrger. Es ist auch denkbar, dass sie das parlamentarische Prinzip mit der Volksvertretung in der Regierung \u00fcberhaupt nicht verstanden haben.<br \/>\nWir sehen schon seit Jahren, dass Expertenkommissionen und Gutachter Politik machen. Und wir warten ja schon lange darauf, dass die Meinungsforschungsinstitute die Parlamente besetzen. Sie wissen ja, wie Google und Konsorten auch, wen und was wir eigentlich wollen. Unser Widerspruch ist zwecklos! Und jetzt brauchen wir ja das bew\u00e4hrte Verfassungssystem nicht einmal mehr mit unserer Stimmabgabe zu den \u00fcblichen W\u00e4hlen zu speisen, weil wir ja den direkten Kanal zur Kanzlerin bekommen.<\/p>\n<p>Ich halte dagegen viel davon, wenn der eine oder andere Volksvertreter sich sein Mandat verst\u00e4rkt bei den B\u00fcrgern holt und der B\u00fcrger ihm auf die Pelle r\u00fcckt, um sein Mandat mit Inhalt und Ziel auszustatten.<br \/>\nEs k\u00f6nnte alles so bleiben wie es ist, wenn wir das ausf\u00fcllen, was das Grundgesetz vorgibt. Es ist unbestritten, dass es so schlecht nicht ist.<\/p>\n<p>Der Dialog mit dem B\u00fcrger mag Sympathien f\u00fcr die Politik wecken. Das t\u00e4uscht aber dar\u00fcber hinweg, dass der B\u00fcrger immer mehr mit guten Gef\u00fchlen ausgestattet wird, die zu haben, es keinen guten Grund gibt.<br \/>\nDie Verdrossenheit der Politik gegen\u00fcber dem B\u00fcrger steuert auf einen H\u00f6hepunkt zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie will direkt mit dem B\u00fcrger sprechen und \u00fcbergeht damit die Volksvertreter. Die Regierung sucht also jetzt den Dialog mit dem B\u00fcrger. Die Kanzlerin Merkel betont heute, dass man dem B\u00fcrger ohne Filter zuh\u00f6ren wolle um zu erfahren, was er will. 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