menschliche Störungen: Die Russophobie

Journalisten bedienen sich gern bestimmten Bildern psychischer Störungen, um dem potentiellen Leser eine solche Störung zu empfehlen oder gar kollektiv anzudichten. Es fördert nämlich den Umsatz, wenn man dem Leser – oder zumindest seinem Nachbarn – ans Seelenleben greift. So entstand vermutlich wohl auch das Reden von der Russophobie.

Eine auf ein Land bezogene „Phobie“ stellt sich ein, wenn dort die Menschenrechte, also die Vielfalt der Menschen, ihrer Gedanken und Handlungen politisch nicht mehr gefördert und abgesichert werden. So eine Russophobie (oder auch Türkophobie) ist heilbar, allerdings nicht über eine Immunisierung der internen oder externen Akteure. Es ist also auf alle Fälle ratsam, das Land zu meiden, bis die Verhältnisse gewandelt wurden. Der Therapeut wird dem Symptomträger nur mit der Feststellung helfen können, dass sein Seelenleben an dieser Stelle ganz okay ist!

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