Kein Bok – wa?

Bokwa kommt gerade aus den USA und hilft uns einmal mehr, unseren Stress im Alltag abzuarbeiten und nährt die Hoffnung darauf, dass man das Leben und die Arbeit noch weiter verdichten kann, weil so ein Programm ja jeden Kollaps verhindert.

Es ist, um im Jargon zu bleiben, ein Fatburning-Dance-Workout – oder so ähnlich. Man kann vermutlich unter dem Zeichen Bokwa® seinen Kalorien und dem Burnout davon laufen. So ein eingetragenes Warenzeichen hilft dem Erfinder, dass er gegen Geld die zusammengesuchten Elemente exklusiv weitergeben darf. Gartenarbeit wird als denkbare Variante abgelehnt. Vorbei ist die Zeit der Aerobic mit Jane Fonda. Der Markt hat zwischenzeitlich ja Zumba und viele andere Workout-Bewegungen hervor gebracht.
Jetzt also Bokwa: Das Schöne an dem in der ganzen Welt zusammengesuchten Bokwa ist, dass man Buchstaben und Zahlen tanzt. Waldorfschüler haben damit eine Alternative, auch gleich ihren ganzen Namen zu tanzen. Das I ist am einfachsten: Man hüpft dreimal läuft nach vorn und hüpft noch dreimal zu fetziger Musik.
Ich warte nun darauf, dass die kommerziellen Anbieter gegen Lese- und Rechtschreibschwäche – bisher sind es meist Paukinstitute – auf den Zug aufspringen. Getanzte Buchstaben binden diese nämlich an den tanzenden Menschen und verankern die Buchstaben dauerhaft. Diese Anbieter werden sicherlich auch wissenschaftliche Studien vorlegen, die das bestätigen.
Ich weiß das aber jetzt schon – und lasse es hier schon einmal arrogant raus.
– Arroganz gilt mit als gute Eigenschaft. Aber ich probiere nun das Q …

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