Großspurig ins Nadelöhr

Wenn es zur Hauptverkehrszeit in der Großstadt einspurig wird, dann gilt das Reißverschlussverfahren (7 Abs.4 StVO). Nun erhitzen diese Engstellen in Verbindung mit dem Gebot, das Reißverschlussverfahrens anzuwenden, allerorten die Gemüter.
Jetzt ist es wieder so weit auf der Mülheimer Straße in Oberhausen. Allmorgendlich gibt es eine lange einspurige Schlange an der immer wieder Autos bis zum eigentlichen Engpass vorbei fahren. Die in der Schlange sind überwältigt und sehen die Gerechtigkeit verdrängt. Sie äußern danach gern ihre eigenwilligen Vorstellungen vom vorgeschriebenen Verfahren und planen den Tumult.
An all diese richtet sich meine Botschaft:

In einer kooperativen Nachschulung aller Oberhausener Fahrschulen frühmorgens auf der Mülheimer Straße könnte man die mobile Wohnbevölkerung der Stadt nachhaltig befrieden.

— Mich faszinieren diese eigenwilligen Regelauslegungen nachdrücklich und ich empfehle zur Vorbereitung der Schulung, einfach nur einmal den Reißverschluss an der Jacke zu schließen und dabei den Reißverschluss auch genau zu beobachten.
Ich weiß nun nicht wie stark das Reißverschlussverfahren international verankert ist.
Hilfreich wäre es es, den Fahrern mit Fahrzeugen aus dem nichtdeutschen Raum, bei geöffnetem Fenster in ihrer vermeintlichen Landessprache Hinweise auf das Reißverschlussverfahren zuzurufen, also beispielsweise: „Ritsen!“ – Sollten die Niederländer weniger Probleme mit dem Reißverschlussverfahren haben?

Kommentar

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