Fußballgeschichten

Das Fußballspiel wurde in der Geschichte immer mehr verfeinert. Früher lief man dem Ball nach, heute bekommt man ihn passgenau auf den Fuß gespielt und kann deshalb die Spielzeit optimal nutzen, wenn einem niemand in die Quere kommt.

Noch vor 20 Jahren war es an der Tagesordnung, den Ball vor dem Einwurf gleich mehrmals vor sich auf den Boden zu tippen, um die Schmutzpartikel abzulösen, die die Griffigkeit des Balls und auch schließlich die Flugbahn beeinträchtigen. Heutzutage ist die Oberbekleidung des Fußballers derart dehnbar und saugfähig ausgerüstet, dass der Ball vor dem Einwurf zwischen Hemd und Bauch komplex rotierend gereinigt wird.

Das sind allesamt Fortschritte, die das Fußballspiel in irgendeiner Hinsicht attraktiv machen. Ich kann es aber weiß Gott nicht leiden, wenn eine Fußballmannschaft nach Handballerart immer wieder rings um den gegnerischen Strafraum spielt, weil niemand die Verantwortung für einen Torschuss übernehmen will. Auf drei Brücken der A40 im Stadtbereich Essen lesen wir je nach Fahrgeschwindigkeit räumlich versetzt und zeitlich gedehnt, wie es geht:

„Rahn müsste schießen!“

„Rahn schießt!“

„Tor, Tor, Tor!“

Kommentar

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